England Tag 1 (Flug und Hotel)

Endlich mal wieder Urlaub und ja ich definiere nur als Urlaub was mich aus Deutschland raus bringt. OK ok, letztes Jahr waren wir in Paris, aber das war ja auch „nur“ eine Städtetrip … daher, URLAUB!

Der erste Tag hat früh angefangen, immerhin mussten wir mit dem Zug nach Frankfurt, dort das Gepäck aufgeben (checkin haben wir vorab online erledigt) und dann noch den Flieger erwischen. Hey, Frankfurt ist gut organisiert und wir haben es vom Gepäck bis zum Flieger in einer halben Stunde geschafft. Ein Hoch auf die Technik.

In London Heathrow gelandet sind wir dann erst mal mit dem Perso zur Einreise und haben uns unseren Koffer wieder gesucht. Danach ein kurzer Weg zum Bus und mit dem Shuttle zu Sixt wo unser Leihwagen stand. Hat echt alles super geklappt, allerdings werden wir in Zukunft wieder Tank Voll/Voll machen. Aufgrund eines Missverständnisses haben wir Voll/Leer gemacht, womit uns nicht nur die erste Tankfüllung berechnet wurde, sondern auch sämtliche Zuschläge noch mal teurer wurden, da diese sich prozentual am Preis berechnen. *seufz*

Egal, da wir über eine Stunde vor unseren Mitreisenden gelandet sind, sind wir dann schon mal zum Hotel vor gefahren. Hätten wir mal besser nicht gemacht, hätte der armen Yvonne und dem armen Karsten knapp 300 Pfund gespart. So mussten die ein größeres Auto nehmen, da sie sonst das Gepäck nicht rein bekommen hätten, doof. Jedenfalls sind wir nach Crawley zu unserem Hotel gefahren und haben erst mal eingecheckt. Ab aufs Zimmer und erster Eindruck, HAMMER! Da war wohl ein Upgrade auf ne Suit drin, von dem wir nichts mitbekommen haben.

 

Danach waren wir erst mal faul, denn eigentlich sollten wir ja nur grob 1-2 Stunden warten und da hätte es sich nicht gelohnt etwas zu machen. Leider aber ging es bei den anderen eben richtig schief. Erst mussten sie ewig auf ihren Shuttle warten, dann war das Auto zu klein (echt spannend wie die Anzahl der Gepäckstücke manchmal angegeben wird) und dann eben noch die Irrfahrt über englischen Linksverkehr zum Hotel. Apropos Linksverkehr, an den habe ich mich erschreckend schnell gewohnt. Nur an Tag zwei wollte ich mal auf die falsche Spur abbiegen, danach haben mir nur noch geparkte Autos verwirrt, die eben auf der „falschen Straßenseite“ geparkt waren. Wenn man da dann abbiegt und sich ganz sicher ist endlich an den Linksverkehr gewohnt zu sein und dann steht da einer der einem „entgegen kommt“, das ist schon echt komisch.

Wir haben dann den Abend ausklingen lassen, sind noch was essen gegangen und früh ins Bett. Am nächsten Tag sollte es immerhin nach Dover und Dover Castle gehen.

 

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Besichtigung der Wahnbachtalsperre

Der Sommer bringt Events mit sich und so waren wir auch dieses Wochenende wieder unterwegs. Dieses mal ging es nach Siegburg und von da zur nahe gelegenen Wahnbachtalsperre. Dort wird immerhin das Trinkwasser der gesamten Region aufbereitet und eingespeist. Aufgrund des Wetters haben wir uns sehr kurz entschlossen eine Mitfahrgelegenheit organisiert. So wurden wir von einem Cacher am Bahnhof Siegburg eingesammelt und später von der Orga wieder zurück gefahren. Vielen lieben Dank nochmal für diese schnelle und unkomplizierte Lösung an die beiden.

 

Wir trafen uns daher um kurz nach 9 Uhr am Bahnhof Siegburg. Das als Erkennungszeichen hoch gestreckte Navi war sofort erspäht und so stiegen wir ein. Auf dem Weg haben wir dann noch fix einen hübschen Tradi (Streetart: Aquarium) und einen Earth Cache mitgenommen. Dann war der Parkplatz auch schon erreicht und wir stiegen alle gemeinsam aus. Auch hier fiel auf, das sich die lokalen Cacher gut kennen und scheinbar viel miteinander unternehmen.

 

Bei noch trockenem Wetter kamen wir an der Talsperre an. Dort warteten wir gemeinsam mit der Orga und unsere Führung. Wir trugen uns zum Zeitvertreib schon mal gemütlich in das Logbuch ein. Jetzt zeigte sich auch schon, das der Wetterbericht leider recht behalten sollte und es fing an zu regnen. Dennoch zeigten sich die Cacher fröhlich und ließen sich vom Wetter nicht die Laune verderben. Es wurde einfach mit Humor genommen.

 

Zu Beginn der Führung standen wir auf dem Damm und hörten allerlei interessante Details. Beispielsweise ist der komplette Stausee Trinkwasserqualität und um das einzuhalten darf der Uferbereich auf 1m nicht betreten werden. Dennoch gibt es 200 Angelscheine für Angler welche dann dort angeln dürfen. Aufkeimendes Interesse wurde allerdings schnell wieder eingedämmt, da diese Angelscheine derart begehrt sind, das sie weitervererbt werden. Des weiteren gibt es im See einige Bojen. An diesen Stellen wird in verschiedenen Wassertiefen eine Probe genommen um sie im Labor zu untersuchen. Dort wird unter anderem festgelegt aus welcher Tiefe das Trinkwasser entnommen wird.

 

Der Damm und seine Belüftungsmöglichkeiten

Damit immer genug Sauerstoff im Wasser ist, nicht nur für die Fische, kann der See belüftet werden. Hierzu wird Wasser aus einer festgelegten Tiefe entnommen, mit Luft versetzt und wieder in der gleichen Tiefe ausgebracht. Das ist notwendig, da die Wasser Temperaturen im See geschichtet sind. Um sie nicht zu vermischen wird auf diese Art vorgegangen.

 

Der Vortrag im Freien fiel bei dieser Führung etwas kürzer aus, was wohl dem Wetter geschuldet war. So freuten sich die Anwesenden ins „trockene“ innere zu kommen. Im ersten Raum konnten wir einige Schautafeln sehen, welche uns auch noch erklärt wurden. Hier lernten wir beispielsweise, das der Damm oben etwa 8m breit ist, ganz unten allerdings weit mehr als 100m. Auch besteht er nur zu einem geringen Teil aus Beton, da das intere aus aufgeschütteten Gestein besteht. Auf der Wasserseite ist dann noch eine Isolierschicht aufgetragen unter der in verschiedenen Tiefen Rohre verlaufen. So kann man genau nachvollziehen in welcher Wassertiefe diese Schicht undicht ist. Diese Isolierschicht wurde vor vier Jahren erneuert, wofür der gesamte See abgelassen wurde. In dieser Zeit wurde das Trinkwasser aus anderen Aufbereitungsanlagen gewonnen, die normalerweise auf 40% bzw. 60% Auslastung laufen.

Schaubild - Aufbau des Damms    Schaubild der Isolierschicht
Auf unserem steilen Weg in die Tiefe, kamen wir an den bereits erwähnten Rohren vorbei. So ganz dicht schien der Damm doch nicht zu sein, denn das ein oder andere Rohr führte einige Tropfen Wasser. Auch bildeten sich durch Schwitzwasser hier und da Pfützen. Beim Abstieg stellte sich aus heraus, wer sich entsprechend gekleidet hatte. Denn ab einer gewissen Tiefe spürte man alle paar Stufen wie das Thermometer fiel.

       

Unten angekommen zeigte das Thermometer noch gerademal 8° über Null an. Durch den Damm verlaufen hier zwei Dicke Rohre die einmal im Jahr kontrolliert werden. Für diesen Zweck werden sie komplett entleert, an drei Stellen geöffnet und erst einmal 24 Stunden gelüftet. Danach begibt sich ein Mitarbeiter ins Innere. Er liegt dann mit dem Rücken auf einem Brett mit Rollen und hat einen Eimer und eine Taschenlampe bei sich. Im Eimer befindet sich Dichtungsmittel, denn sollte er eine defekte Stelle finden, wird diese abgeflext und anschließend wieder sauber isoliert. Damit wird auch begründet, warum man nicht einfach eine Kamera durch das Rohr schickt, diese könne schlecht einen Eimer mitführen.

Auch gibt es zu jedem Rohr zwei automatische Schließvorrichtungen. Diese verschließen automatisch das Rohr, wenn zuviel Wasser durch das Rohr fließt. Damit der Damm nicht voll laufen kann, ist eine dieser Vorrichtungen in einer extra Kammer. Diese verschließt innerhalb von Sekunden, wenn ein Schwimmer ausgelöst wird, das Rohr also undicht ist. Betritt man, wie wir, diese Kammer muss die Tür erstmal mit einer Kette gesichert werden. Fällt sie zu, gibt es zwar einen Alarmknopf, allerdings werden 4 bis 5 Männer benötigt um die Tür wieder aufzudrücken.

Hier folgen wir den Rohren. Links und Rechts ist eine Möglichkeit zum öffnen und einsteigen.

Glücklich, das wir nicht mehr alle Stufen hinauf mussten, folgten wir nun den Rohren durch den Damm. Am anderen Ende angekommen haben wir den Damm bei der Pumpstation am Fuße verlassen. Dort konnten wir die Pumpstation besichtigen, welche fünf Pumpen bereit hält um das Wasser aus dem Damm zur Aufbereitung wieder nach oben zu pumpen. Die Pumpen sind verschieden groß dimensioniert und es laufen immer maximal zwei zeitgleich.

Im Gebäude nebenan wird zudem Grundwasser aufbereitet. Hier muss erstmal die Kohlensäure aus dem Wasser geholt werden. Hier wird das mit einfachen Wellenleitungen gelöst. Das Wasser läut also seinen unruhigen Weg von oben nach unten über viele viele Wellen und verliert so seine Kohlensäure. Am Ende wird das Wasser etwa im Verhältnis 70 zu 30 (Wasser aus dem Stausee zu Grundwasser) gemischt und in die Leitungen gespeist.

    So einfach wir die Kohlensäure aus dem Grundwasser geholt.
Auch hier sagen wir vielen herzlichen Dank sowohl an die Orga, als auch an den pensionierten Mitarbeiter, der die Führung übernommen hat.

Weitere Informationen zur Wahnbachtalsperre

Die Flughafen Feuerwehr in Köln/Bonn

Schon im Vorfeld wurde klar, das dieses Event etwas besonderes wird. Um sich anzumelden reichte dieses mal nicht einfach nur die Anzahl der Personen, nein man musste auch für jeden Teilnehmer den vollen Namen, Anschrift, Geburtsdatum und die Nummer des Personalausweises angeben. Wer mit dem eigenen Auto dabei sein wollte, auch noch das Kennzeichen. Diese Informationen wurden dann weiter gereicht und geprüft. Ob es anhand dieser Prüfung einen Ausschluss gab, ist mir nicht bekannt, immerhin wurden wir gewarnt, das niemand mit Vorstrafen bei diesem Event teilnehmen darf.

Das ganze mag jetzt erstmal etwas befremdlich anmuten, allerdings betreten wir bei dem Event den Sicherheitsbereich des Flughafens Köln / Bonn. Wir werden vor Ort kontrolliert, als würden wir in den Urlaub fliegen. Wer seinen Ausweis an dem Tag vergisst, darf nicht mit. Danach steigen wir wieder in die Autos um und werden mit eigenen PKW durch den Sicherheitsbereich zur Feuerwehr eskortiert. Wenn man all diese Punkte bedenkt, dann kann man diese Prozedur wieder nachvollziehen.

Die Vorbereitungen waren jedenfalls getroffen und so suchten wir am Sonntag, den 3. Juli die Registration. Leider gab es für Leute die mit der Bahn kommen keinerlei Schilder und so haben wir uns erst verlaufen und anschließend durchgefragt. So kamen wir auf den letzten Drücker an, sind sofort ins Auto gestiegen und bekamen dort sitzend unsere Ausweise. Naja auf den letzten Drücker ist gut gesagt, denn anschließend standen wir noch fast eine Stunde am Tor an. Dort wurde jedes Auto kontrolliert und durchsucht, während die Insassen durch eine Schleuse gegangen sind. In der Schleuse waren die für einen Flughafen typischen Kontrollen, sprich wir gingen durch einen Detektor, während unsere Jacken, Geldbeutel und Co durchleuchtet wurden.

Als alle neun Autos und deren Insassen diese Prozedur überstanden hatten, wurden wir von zwei Security Fahrzeugen in die Mitte genommen und in Kolonne zur Feuerwehr Wache 1 eskortiert. Dort wurden die Autos abgestellt und die gespannten Cacher wurden bereits vor der Wache erwartet.

Die Führung selbst hat gute zwei Stunden gedauert. Wir fingen in einer der drei Fahrzeughallen an. Dort wurden uns nach und nach die verschiedenen Fahrzeuge der Flughafen Feuerwehr gezeigt und erklärt. Aus Tradition heißen alle Fahrzeuge Florian, beispielsweise Florian 12. Die Kinder durften sich ans Steuer eines in die Jahre gekommenen Prototypen setzen. Dieser hat es nie zur Serienreife geschafft und es gibt nur noch einen zweiten auf der Welt, welcher in Japan steht. Bald jedoch wird dieses Fahrzeug auch ausgemustert, da Planungen für neue Anschaffungen laufen. Da aber jedes Fahrzeug durchschnittlich 750.000€ kostet, wird das wohl noch ein wenig dauern.

Als nächstes wurde uns ein kompletter Anzug gezeigt, welcher von den Kindern auch teilweise angezogen werden durfte. Nur die Atemmaske selbst, hat unser Führer Herr Schellander verständlicherweise nicht aus der Hand gegeben. Die Helme gibt es in verschiedenen Ausführungen und die Feuerwehrleute trauern ihrem schicken alten Helm nach. Der sah nämlich nicht nur cool aus, sondern hielt durch seine golden verspiegelte Blende auch die Hitze besser vom Gesicht fern. Allerdings sind dieser Helm und die Atemmasken nicht mehr kompatibel und so sind auch hier Neuanschaffungen geplant. Preis pro Anzug, ca. 6.000€, daher werden die aktuellen Anzüge in jedem Fall als Zweitanzug behalten.

Nun kamen wir in die zweite Fahrzeughalle, in der die großen Fahrzeuge stehen. Diese sehen sich zwar ähnlich, aber leider unterscheiden sie sich. So wird eines von zwei Personen gefahren, die anderen nur noch von einer Person. Dieser Fahrer muss dann nicht nur mit bis zu 145km/h zum Einsatzort fahren, sondern auch noch die Spritze bei voller Fahrt bedienen. In der 2,5 wöchigen Einweisung aufs Fahrzeug muss der Feuerwehrmann beispielsweise üben eine Pylone mit dem Wasserstrahl bei voller Fahrt vor sich her um Hindernisse zu treiben. Die Fahrzeuge die zuerst am Einsatzort ankommen, bleiben übrigens vorne stehen und werden von den hinteren Fahrzeugen mit Wasser versorgt. Das ist notwendig, da ein Fahrzeug den kompletten Tank innerhalb von einer Minute leer pumpen kann. Diese Befüllung erfolgt bei 300 bar, bei der normale Feuerwehr Fahrzeuge schlicht platzen würden.

Die Unterschiede an den Fahrzeugen sind mit ein Grund, warum fünf neue vom selben Typ angeschafft werden sollen. Aktuell müssen die Feuerwehrleute auf jedes Fahrzeug einzeln eingewiesen werden und sie müssen im Einsatz die Unterschiede der Fahrzeuge kennen und blind beherrschen.

Auf dem Rückweg wurde uns noch eine der zahlreichen Rutschstangen vorgeführt. Die Feuerwehrmänner haben hier 24 Stunden Einsatz. Sie schlafen daher auch vor Ort. Diese Zimmer liegen jeweils auf der anderen Seite des Flures einer solchen Stange. Im Alarmfall haben die Jungs schließlich nur 15 Sekunden, bis das erste und insgesamt 39 Sekunden bis das letzte Fahrzeug ausgerückt sein muss. Bei den letzten nicht angekündigten Überprüfungen, in der Nacht um 3 Uhr,  wurden diese Zeiten eingehalten.

Da sich die Feuerwehrleute ständig fit halten müssen gehört natürlich auch ein Sportraum zur Ausstattung der Wache. In diesen warfen wir allerdings nur einen kurzen Blick, auch wenn er für die Jungs sehr wichtig ist. Alle drei Jahre müssen sie ihre Tauglichkeitsprüfung wiederholen. Wer sie nicht schafft, ist Arbeitslos. Danach waren wir im großen Schulungsraum. Hier werden nicht nur die eigenen Leute geschult, auch das restliche Flughafenpersonal kann hier seine Erste-Hilfe-Kurse bekommen.

Im Anschluss kamen wir in die Leitstelle, welche natürlich ganz oben mit Blick auf die Start- und Landebahnen untergebracht ist. Von der Leitstelle aus kann auf alle Kameras im Flughafen und auf dem gesamten Gelände zugegriffen werden. Teilweise allerdings erst nach Freischaltung durch die Flughafensicherheit. Auch können von hier Durchsagen auf alle Lautsprecher der beiden Wachen und auch des gesamten Flughafens gemacht werden. Die Möglichkeit für Durchsagen auf alle Lautsprecher des gesamten Flughafens ist beispielsweise für Evakuierungen gedacht. Auch hört die Leitstelle den Funkverkehr mit, bzw. kann von jedem Funkgerät des Flughafens direkt erreicht werden. Daneben stehen auch noch normale Telefone zur Verfügung. Sollte es zum Einsatz kommen, wird einer der vielen verschiedenen Alarme natürlich auch von hier ausgelöst. Im Zweifelsfall auch direkt für die zweite Wache.

Als letztes sind wir noch in die letzte Fahrzeughalle der Wache 1 gegangen. Hier steht unter anderem ein Leiterwagen und ein Kranwagen bereit. Die Leiter ist jedoch mehr eine Treppe so das man bequem auch direkt oben ins Flugzeug kann. Während der ganzen Führung konnten wir natürlich viele Fragen stellen, die uns immer beantwortet wurden.

Abschließend hatte der Feuerwehrmann noch ein paar gute Tipps für uns. Zieht Euch immer etwas bequemes an, denn im Flieger ist es kalt. Auch die Schuhe sollten bequem sein, schnell ausgezogen werden können und keine Stöckelschuhe sein. Der Damenwelt wird von Miniröcken und Strumpfhosen abgeraten. Diese Tipps haben den alle einen einfachen Hintergrund. Sollte es wirklich mal passieren, das wir die Notrutschen nutzen müssen, bleiben die Schuhe oben und wir rutschen mit einem Affenzahn da runter. Bei einem großen Jumbo fliegt man am Ende der Rutsche noch gut 4-6 Meter weiter. Auf bloßer Haut, oder Strumpfhose kann es durch die Reibung zu Verbrennungen dritten Grades kommen.

Trotz allem ist fliegen auch heute noch die sicherste Möglichkeit zu reisen und sollte wirklich mal etwas passieren, dann rücken die Jungs von der Flughafen Feuerwehr aus und sind innerhalb von 180 Sekunden an der Startbahn. Wir jedenfalls sagen Danke für diese interessante Führung.

Der Kronleuchtersaal

Es ist soweit, die Temperaturen steigen, die Röcke werden kürzer und damit nehmen auch die Geocaching Events rasant zu. Auch unser Kalender füllt sich beständig mit interessanten Führungen und Örtlichkeiten die es zu besuchen gilt. Am Samstag den 26. Mai stand die Besichtigung des Kronleuchter Saales in unserem Kalender. Klingt erstmal nicht so spektakulär, allerdings ist hier nicht irgendein Saal gemeint. Dieser Kronleuchter hängt unter Tage in Köln und zwar in der Kölner Kanalisation.

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5 Länder Tour

Das 1. GeoCoinFest 2011 in Köln war das allererste GeoCoinFest außerhalb der USA und es fand direkt in Köln statt. Für uns daher ein Grund unbedingt hinzugehen. Im Rahmen des Events wurden einige Touren und Besichtigungsmöglichkeiten geboten unter anderem die Fünf-Länder-Bustour. Für uns war das die interessanteste und daher haben wir sie gebucht. Und das war der Anfang …

Am Samstag den 27. August klingelte um 03:30 der Wecker. Wir hatten uns mit einer anderen Cacherin aus Leverkusen verabredet welche uns mitnehmen wollte. Zum Glück hatten wir die Rucksäcke mit Wechselkleidung und Verpflegung bereits am Abend vorher gepackt, sonst hätte das nie geklappt. So sassen wir um 4 Uhr im Auto und fuhren in Flittard noch eine weitere Cacherin einsammeln. Von da aus ging es dann direkt zum ersten Event welches zugleich auch der Treffpunkt für die Busse war. Dort haben wir erstmal GeoTeddyBear zu seinem Geburtstag gratuliert und dann noch den Aufbau des T4,5 Kletter-Caches beobachtet. Da die Busse recht früh eingetroffen sind, haben wir leider nicht mehr allzuviel gesehen, aber da die maximale Lenkzeit von 13 Stunden bei den Fahrern fast vollständig verplant war, durften wir uns keine weiteren Verzögerungen erlauben. Melanie und ich waren in Bus 3 und das war auch der erste vollzählige … daher sind wir als erstes abgefahren 😉

Bilder der Tour findest du in meiner Galerie.

Auch wenn wir als erstes losgefahren sind, haben wir schnell wieder unsere Reihenfolge gewechselt und sind brav in Reihung der Busnummern gefahren. Über jeden einzelnen der 20 besuchten Caches zu erzählen wäre einfach zu viel, zumal nicht bei jedem Cache alle ausgestiegen sind. Da das unseren Zeitplan vollständig zunichte gemacht hätte, war mit allen Cache-Ownern geklärt, das wir bereits im Bus spezielle Logzettel ausfüllen. Diese wurden dann in den Cache hinterlegt, oder direkt den Cache-Ownern übergeben. Dafür ist immer die Reisebegleitung mit zwei weiteren Cachern ausgestiegen, die restlichen haben gewartet. Ausser natürlich in den größeren Pausen, die extra für die Fahrer eingeplant wurden.

Für die Bustour wurden einige Caches extra ausgelegt oder geplant. Ein Wherigo begleitete uns während der gesamten Tour, ein Mystery wurde von unserer Begleiterin Heidi gemacht, damit wir uns während der Reise ein wenig mit rätseln beschäftigen konnten und zwei Tradis wurden extra gelegt um Frankreich einfacher mit in die Tour integrieren zu können. All diese vier Caches waren riesige „Rudel-FTFs“, da alle fünf Reisebusse sie entsprechend loggen durften.
So, nun aber zu ein paar Einzelheiten.

Unser erster Cache im vorbei fahren war ein virtueller Cache und zwar die Arche Eifel (GCG2HM). Wir konnten vom Bus aus leider nicht so viel erkennen, daher werden wir da irgendwann nochmal vorbei fahren. Der Cache sieht einfach zu interessant aus. Danach sind wir nach Belgien gefahren, also unser zweites Land auf der Reise. Auf dem Weg lagen nun ein paar Tradi’s die wir in Bustour-Manier geloggt haben. Der nächste wieder erwähnenswerte war „The one and only“ (GCA329) der einzige Confluence Punkt in Luxemburg und damit unser drittes Land auf der Tour.
Hier haben wir auch eine Pause eingelegt und Bus-Tetris gespielt … naja unsere Fahrer. Wir sind alle in einer kleinen Wanderung zu dem Confluence Punkt gelaufen und haben ihn gemeinsam geloggt. Oft hat man diese Punkte einfach nicht, an denen das GPS so viele Nullen anzeigt und noch seltener sind sie schön erreichbar.

Unsere nächste Pause lag mitten im Wald in Belgien. Dort haben wir einen Sektempfang mit dem Owner gemacht und da die original Kiste nicht so schön war, wurde eine neue Box gestiftet. Der GC40, ist der älteste Cache auf dem Europäischen Festland und alleine deswegen schon einen Besuch wert. Auch wenn man dort schlecht anhalten kann und er mitten im Wald liegt. Die Lage hat er dem Confluence Punkt zu verdanken auf dem er liegt und daher ist er in zweifacher Hinsicht etwas besonderes.

Als nächstes Ziel unserer Tour lag Givet in Frankreich (Land vier) auf unserer Liste. Dort waren die beiden Caches extra ausgelegt worden um bei diesem Kurzbesuch des Landes etwas loggen zu können. Hier war auch die längste Pause unserer Tour und so hatten wir ein wenig Zeit zum Mittagessen oder auch ein wenig zu relaxen. Wir haben beides gemacht und damit auch unsere erste Challenge erfüllt. Auf der Weiterfahrt lag ein kleiner Witz für unsere Besucher von Groundspeak auf dem Programm. Wir haben einen Panzer besucht, der mit dem Namen Annie den gleichen Namen wie eine der Besucherinnen trug.
Einen letzten Tradi möchte ich mit dem GC12G1N noch erwähnen. Es ist ein alter Bahnhof und damit ein Lost-Place an dem sein Besitzer Waggons sammelt. Auch hier haben wir vom Bus leider nicht allzu viel gesehen, aber ich hoffe das eines Tages nachholen zu können.

Der nächste größere Halt war das Drei-(4)Ländereck am höchsten Punkt der Niederlande (Jep, wer mitgezählt hat, erkennt Land Nummer Fünf der Tour). Dort kann man an einem Punkt in den Ländern Deutschland, Belgien und Niederlanden stehen. Von 1815 bis 1919 gab es hier auch noch das unabhängige Land Moresnet, was dann das Vier-Ländereck erklären würde und die Bustour zu einer 6-Länder-Tour gemacht hätte. Heute gehört dieses „Land“ allerdings zu Belgien.
Bei diesem Stop haben wir zum einen ein CacheIn-TrashOut Event gehabt und zum anderen noch entweder einen Multi, oder eine Letterbox gemacht. Wir haben uns der Letterbox angeschlossen, da es für uns die erste war. Den Stempel werden wir unserem Erinnerungsbuch beifügen. Von hier aus ging es dann leider schon wieder zurück, aber auf dem Heimweg haben wir noch den Wherigo gelöst, den Mystery in sein neues Zuhause gebracht und unsere Fahrer haben ihre 13 Stunden fast vollständig ausgeschöpft gehabt.

Alles in allem haben wir also sechs Länder bereist und dabei 9 Icons eingesammelt. Auf dem Weg zum Event haben wir noch eine Webcam besucht und das Mega selbst war dann der 11. Icon und damit unser neuer Icons-per-Day-Rekord!

Danke an die Organisation dieser Tour und die viele viele Arbeit die damit verbunden war. Bus 3 war super und wir hatten einen riesen Spass an Board. Danke auch an Hasan unseren Fahrer, der uns auf 622km begleitet hat.

Achja, wer wissen will wie wir genau gefahren sind, dem stelle ich hier die Datei Bustour.gdb zur Verfügung. Sie kann z.B. mit Google Earth geöffnet werden.